Sachverständigenprüfung Heizöltank nach AwSV

Prüfung von Heizöltanks Sachverständiger

Prüfung Heizöllageranlagen

Für Heizöllageranlagen bestehen gesetzliche Regelungen hinsichtlich ihrer Überprüfung durch Sachverständige. Die Prüfpflichten werden derzeit in den VAwS der Länder geregelt. Es sind sowohl einmalige als auch wiederkehrende Prüfungen durch Sachverständige gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgeschrieben. Ob und welche Prüfungen erforderlich sind, ist abhängig von dem Lagervolumen sowie dem Standort der Anlage, z.B. oberirdisch / unterirdisch oder innerhalb / außerhalb von Wasserschutzgebieten.

Man unterscheidet je nach Anlass:
- Überprüfung vor Inbetriebnahme / nach wesentlicher Änderung
- wiederkehrende Überprüfung
- Überprüfung bei Stilllegung
- Überprüfung auf Anordnung der Behörde
- Nachprüfungen.

Ein Sachverständiger muss Öltankanlagen vor der Inbetriebnahme abnehmen. Das gilt für alle Erdtanks sowie für oberirdische Tanks mit mehr als 1000 l Fassungsvermögen. Nach der Abnahme ist die wiederkehrende Prüfung bei unterirdischen Tanks nach fünf Jahren und innerhalb von Wasserschutzgebieten nach zweieinhalb Jahren vorgeschrieben. Oberirdische Tanks, deren Lagerkapazität über 10.000 l oder im Wasserschutzgebiet über 1000 l beträgt, müssen alle fünf Jahre wiederkehrend überprüft werden.
Eine solche Tankanlagenprüfung gliedert sich in eine Ordnungsprüfung und eine technische Prüfung. Bei der Ordnungsprüfung geht es um das Vorhandensein der erforderlichen Unterlagen.

Dazu zählen:
- die Anzeige der Errichtung der Anlage bei der zuständigen Behörde und der Bescheid der Wasserbehörde
- die Bauartzulassungen bzw. Prüfzeugnisse der Tanks und Bauteile
- die Unterlagen und Einbaubescheinigungen für Sicherheitseinrichtungen (Grenzwertgeber, ggf. Antiheberventil, Lecküberwachung) sowie das Protokoll der Druckprüfung der Rohrleitung

Es ist also wichtig, dass dem Betreiber bei Arbeiten an Tankanlagen auch die nötigen Dokumentationen und Einbaubestätigungen beispielsweise für einen neuen Grenzwertgeber übergeben werden. Bei der technischen Prüfung wird festgestellt, ob die Anlage entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und technischen Regeln ausgeführt ist. Konkret wird hierbei geprüft, ob nur als geeignet zugelassene Bauteile eingebaut und dabei die Anforderungen aus dem Regelwerk umgesetzt wurden.

Mängel Heizöltanks

Die häufigsten Mängel an Heizöllageranlagen:

Auffangräume:
Schadhafte Beschichtung des Bodens oder/und der Umschließungswände
Setzungsrisse, defekter Putz, Ausblühungen
unzulässige Rohrdurchführungen, unzureichende Abdichtung von Durchführungen, zu geringes Fassungsvermögen, mit Gegenständen verstellt

Mängel an Kunststofftanks:
Verformungen und Schädigungen durch Alterung
Beeinträchtigung der Durchscheinbarkeit und damit keine Möglichkeit der visuellen Prüfung des Füllstandes

Sonstige häufige Mängel:
Fehlende Sicherheitseinrichtung gegen Aushebern
falsch eingestellter Grenzwertgeber
Grenzwertgeber bei Batterietankanlage auf falschem Behälter
fehlende Sicherungsschellen an den Steckmuffenverbindungen der Befüllleitung
fehlende Entlastungsbögen in Befüll- und Entlüftungsleitung

Wir beraten Sie grundsätzlich nur persönlich und würden uns über einen Kontakt mit Ihnen sehr freuen.

Mehr Infos

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